Aktionsgruppe Bremen - Lilienthal
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Patenbesuch in UGANDA von Susanne Kuznik
Auf  einer Plan - Aktionsgruppenreise in Uganda im Februar 2007 besuchte ich Cissy, das Patenkind vom ehemaligen Aktionsgruppenmitglied Michael.
Cissy ist 12 Jahre, wohnt im Raum Kamuli und lebt mit Ihren Eltern und vier Geschwistern in einer Hütte aus Ziegeln und einem Wellblechdach.
Links neben der Hütte stand eine runde kleine Lehmhütte mit Strohdach- die Küche, Töpfe und Geschirr konnten wir davor auf einer Stellage entdecken.
Die Familie hat eine eigene Latrine, Wasser holen sie aus einem ca. 500m entfernten Brunnen.
Der Platz um das Haus herum ist eine afrikanische Idylle, alles ist grün, einige Bäume vor dem Haus spenden wunderbar Schatten.

UGANDA Fakten

Hauptstadt: Kampala
Landessprache: Kisuaheli, Englisch, Luganda
Landesfläche: 242.550 qkm    (D: 357.030 qkm)
ca. 8,4 Millionen Einwohner27,8 Mio. (Deutschland: 82,6 Mio.)
Alphabetisierungsrate Frauen 59%, Männer 79%
Lebenserwartung: 48 Jahre
Kindersterblichkeit: 138 von 1000   (D: 5 von 1000)
pro Kopf Einkommen: 270 USD  (D: 30.120 USD)
Uganda liegt am Äquator in Ostafrika. Aufgrund seiner Naturschönheit und Artenvielfalt wird es auch "Perle Afrikas" genannt. Der größte Teil des Landes besteht aus einer savannenbedeckten, trockenen Hochebene, an die sich im Westen das Ruwenzori-Bergmassiv anschließt. Im Südosten liegt der Viktoriasee, der, wie alle Gewässer Ugandas, den Nil speist.
 
Uganda gehört zu den Ländern in Afrika, die am schlimmsten von Aids betroffen sind; die Neuinfektionsrate ist zwischenzeitlich nach einer beispielhaften Aufklärungskampagne heute eine der niedrigsten in Afrika.

Trotz großer Erfolge in der HIV-/Aids-Bekämpfung besteht für Kinder, vor allem für Mädchen, hohe Ansteckungsgefahr. Fast zwei Millionen Aids-Waisen haben ein Recht auf Bildung und medizinische Betreuung.


Großeinkauf von Lebensmitteln und diversem Haushaltsbedarf für die Familie im "Supermarkt"

Cissy freut sich über das Fotoalbum von Michael und hört sich interessiert die Erklärungen dazu an. 

die bunten Kappe von dem Paten aus Bremen passen noch nicht allen Geschwistern, das jüngste ist
gerade 6 Monate.

 

Birgit ist entzückt von Tadeo,
dem 4-jährigen Bruder von Cissy
 

ein Tragegurt für eine Puppe ...
etwas ungewöhnliches in Uganda
Malita, die 6-jährige
Schwester freute sich sehr  über die Babypuppe

Riesengelächter von allen Anwesenden
auf dem Platz gab es, als plötzlich über
einen Button am Tragegurt die Melodie
„Guten Abend, Guten Nacht" erklang 
 

Tadeo ist ganz glücklich mit seinem
Kuscheltier

 

 

 


Nicht nur Paul, der 9-jährige Bruder freute sich über den Fußball


...damit werden viele Kinder- und sicherlich
   auch Erwachsene gemeinsam spielen

 

Das passende T-Shirt von der WM sollte  Paul auf Drängen der afrikanischen Freunde und seines Papas bitte sofort anziehen.

DANKE an Manuela und Birgit für das Fotografieren !
Außerordentlich nett und sympathisch waren auch alle Besucher, die am Rande das Treiben beobachteten. Sie wollten  unbedingt mit mir sprechen und bedankten sich für den Besuch und für einige Flaschen Mineralwasser  - wir reichten uns alle die Hand und  wünschten uns gegenseitig Gottes Segen.
Birgit und Manuela verteilten Seifenblasen, ein nicht alltägliches aber auch in Uganda ein überaus lustiges Spiel.

Zum Ende des wunderschönen Nachmittags sollte ich noch einen gehörigen Schreck bekommen. Birgit flüsterte mir sehr diskret ins Ohr, dass sie eine Frau mit einem Huhn entdeckt hat. Wir wussten, dass manchmal Paten als DANKESCHÖN ein lebendes Huhn erhielten.

Ich sah die Frau und meinte, es sei bestimmt eine neugierige Besucherin. 

Doch ich sollte mich wohl irren, denn plötzlich entdeckte ich das  das Huhn in Cissy´s Händen.

 

Oh Schreck, was nun?  
Der Plan Mitarbeiter fragte mich, ob ich das Huhn  annehmen wolle. Ich wusste es nicht.
Sollte ich ein Tier anzunehmen, welches für die ganze Familie ein Mittagessen bedeutet?
 

Auf der anderen Seite wollte ich der Familie den Dank auch zugestehen. Persönlich freut es mich auch, wenn ich mich für etwas, was ich bekommen habe, bedanken oder erkenntlich zeigen kann.
Ich entschied mich also das „Huhn“ 
Birgit meinte später, es sei ein Hahn, anzunehmen.
 


Cissy drückte mir das Bündel mit den festgebundenen Beinen in die Hand. Das Hahnherzchen klopfte  genau so schnell wie meins vor lauter Aufregung.

Voller Liebe und Herzlichkeit  bedankte sich die Familie für den Besuch und die Gastgeschenke mit diesem besonderen Geschenk.
   
Der Abschied naht. Ein wundervoller Nachmittag
mitten im tiefen UGANDA, umgeben von einer wunderschönen Natur geht leider zu Ende. Für uns Besucher und sicherlich auch für die Gastgeber   wird dieser Nachmittag voller Herzlichkeit und Zuneigung unvergessen bleiben. Wie schön, dass sich Menschen aus zwei völlig verschiedenen Welten so gut verstehen und sich nahe kommen können.
Ein Verdienst von Plan International.

Winkend im Auto, hörten wir zum Abschied das schrille Pfeifen der Frauen. Da ich das aus einigen Chorliedern kenne, pfiff ich entsprechend zurück. Das war für die Frauen besonders lustig -
großes Gelächter und wir hörten von fast allen auf dem Platz den schrillen Pfeifton.


      WELABA  –  Auf Wiedersehen!


Ich wünsche Cissy und ihrer Familie von ganzem Herzen, eine wunderbare Zukunft.


 
 
     Ich bedanke mich
  • bei der sympathischen Patenfamilie in Uganda für den unvergesslichen Nachmittag in einer afrikanischen Idylle,
  • bei den Plan Mitarbeitern für die freundliche Unterstützung,
  • bei Birgit und Manuela von der Aktionsgruppe Hanau für die Begleitung,
  • bei allen Dorfbewohnern für ihre herzliche Freundlichkeit
  • sowie bei Michael und Suse aus Bremen, dass ich ihr Patenkind besuchen durfte.