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Bildung schafft Zukunft!
Plan Projekt in Guinea-Bissau

"Unterstützung für Gemeindeschulen"

Vor allen Dingen viele Mädchen beenden viel zu früh die Schule.
Das soll sich mit diesem Projekt ändern. Die Qualifikation der Lehrkräfte ist Voraussetzung für die Verbesserung der Unterrichtsqualität.

Wenn Sie den Kindern in Guinea-Bissau zu einer vernünftigen Schulbildung
verhelfen möchten, dann richten Sie bitte Ihre freundliche Spende an:


 
Plan AG Bremen, S. Kuznik,
Kontonummer 140 106 3076, 
Kreissparkasse Osterholz, Bankleitzahl 291 523 00
Verwendungszweck: GNB 0072 Schulen Guinea-Bissau.
 

Bitte geben Sie Ihren Namen, Ihre  Anschrift, falls vorhanden, Ihre Paten- bzw. Referenznummer damit Plan Ihnen eine Zuwendungsbescheinigung ausstellen kann.
Dankeschön im Voraus!
unser aktueller Spendenstand für das Projekt: 750,00 Euro

Guinea-Bissau ist eines der kleinsten Länder Westafrikas. Noch immer leiden die Menschen unter den Folgen des Bürgerkriegs Ende der 1990er Jahre. Dazu gehört auch, dass Kinder keinen oder nur unzureichenden Zugang zu Bildungsangeboten haben. Das Bildungssystem in Guinea-Bissau steht vor zwei großen Herausforderungen: der Zugang zu Bildung und die Qualität der Lehrkräfte.




Zugang zu Bildung
Nur 53,7 Prozent der Kinder besuchen eine Grundschule und nur 4,1 Prozent schließen
sie ab. Angesichts der Schwäche des staatlichen Bildungssystems gründen viele Gemeinden eigene Schulen, sogenannte Gemeindeschulen.

Doch diese sind oftmals nicht genügend ausgestattet und bieten keine kindgerechte Lernatmosphäre. Viele Eltern sehen den Schulbesuch eher als Kostenfaktor denn als Investition in die Zukunft und halten ihre
Kinder dazu an, lieber im Haus oder auf dem Feld mitzuhelfen.

Die Gemeindeschulen bieten Unterricht von
der ersten bis zur vierten Klasse. Wer die
fünfte und sechste Klassebesuchen möchte, muss seine Gemeinde verlassen. Dies ist
neben wirtschaftlichen und kulturellen Gründen ein weiterer Grund dafür, dass viele Kinder und gerade Mädchen nicht zur Schule gehen
oder diese nicht abschließen.


Partner Plan arbeitet auch in diesem Projekt
mit lokalen Partnern zusammen, die nicht nur die Gemeinden kennen, sondern auch Erfahrungen in der Arbeit im Bildungsbereich mitbringen.
APRODEL (Association for the Promotion of Local Development)ist seit 2002 in ländlichen Gemeinden Bafatás tätig. Die Organisation arbeitet vorrangig im Bereich Demokratisierung und Beteiligung der Bevölkerung.FES (Foundation for Evangelization and Cultures)
 hat sich bereits seit 2001 auf die Arbeit im Bildungsbereich, insbesondere auf die Arbeit
mit Gemeindeschulen sowie auf Lehrerschulungen, spezialisiert. DREB (Local Education Administration of Bafatá) repräsentiert die staatliche Bildungsbehörde in der Region. Deren Vertreter sind bei einigen Aktivitäten dabei und unterstützen beispielsweise die Begleitung von Schuldirektoren und administrativem Personal.

Ziele des Projekts Ziel des Projekts ist es, das Bildungsniveau an Gemeindeschulen im Programmgebiet Bafatá zu verbessern. Die Maßnahmen  zielen darauf ab, nicht nur die Zahl der Schülerinnen und Schüler und der qualitativen Unterrichtsstunden pro Tag zu steigern, sondern auch die Infrastruktur und Ausstattung zu verbessern. Zusätzlich ist geplant, an zwei der Gemeindeschulen eine fünfte und eine sechste Klasse einzurichten. Außerdem sollen die Kapazitäten der lokalen Organisationen und Behörden soweit gestärkt werden, dass die Gemeindeschulen auch mittel- und langfristig arbeiten können. Ziel ist, dass auf diese Weise eine Generation heranwächst, die mit einem guten Bildungshintergrund die Entwicklung des Landes weiter voranbringt.


Maßnahmen Plan und seine Partner haben folgende Aktivitäten geplant,
um die gesetzten Ziele zu erreichen
:

Aktive Einbindung der Gemeinden
: Zusammen mit den Gemeinden, die eine Gemeindeschule haben und langfristig halten wollen, werden in Workshops wichtige Themen identifiziert und besprochen. Nur so kann gemeinsam erreicht werden, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler ansteigt. Die Gemeinden helfen, Bildungshindernisse zu identifizieren, Ziele zu definieren und Maßnahmen festzulegen, um beispielsweise Mädchen und Jungen gleichermaßen
die Möglichkeit zugeben, am Unterricht teil zu nehmen. Kindgerechte Bücher und Lernmaterialien sind noch selten in den Gemeindeschulen Bafatás.

Schulung der Lehrkräfte:
45 Lehrkräfte werden über die Projektlaufzeit von drei Jahren geschult und begleitet. Der Schulungsplan wird mit ihrer täglichen Arbeitsmenge abgestimmt. Die Inhalte orientieren sich an den Vorgaben des Bildungsministeriums und an den von UNICEF festgestellten Anforderungen für Lehrkräfte. Die Lehrer erhalten im Laufe der Schulung Feedback zur Verbesserung ihrer Leistungen und am Ende ein Zertifikat.

Qualität der Bildung: Gut ausgebildete
Lehrkräfte und kindgerecht ausgestattete Schulen mit pädagogischem Lehr- und Lernmaterial sind in Guinea-Bissau eine Seltenheit. Außerdem ist es schwer, Lehrkräfte zu finden, die in abgelegenen Gemeinden unterrichten möchten. Oftmals sind die Lehrerinnen und Lehrer selbst weniger als sechs Jahre zur Schule gegangen und werden außerdem nicht regelmäßig bezahlt.

Erweiterung bis zur sechsten Klasse:
An zwei Gemeindeschulen werden eine
'fünfte und eine sechste Klasse eingerichtet.

Bau neuer Klassenräume: Zehn Klassenräume werden mit Hilfe der Gemeindemitglieder gebaut und ausgestattet. Außerdem werden kindgerechte und nach Geschlechtern getrennte Latrinen mit Waschbecken errichtet.

Schulung lokaler Partner: Die lokalen Partner, mit denen Plan zusammenarbeitet, erhalten intensive Schulungen in Projekt-management, Ressourcenmanagement und Anleitung von Projektteilnehmern. Dieses Wissen können sie nicht nur in diesem Projekt, sondern auch bei späteren Maßnahmen einsetzen.

Projektteilnehmende: In das Projekt werden etwa 6.000 Kinder, 45 Lehrkräfte, 60 Schuldirektoren, administratives Personal sowie Repräsentanten der Gemeinden eingebunden. Insgesamt werden 30 Gemeinden mit 11.250 Gemeinde-mitgliedern direkt oder indirekt vom Projekt profitieren.

Ausstattung der Schulen: 18 Schulen werden mit Lehr- und Lernmaterial aus-gestattet. Des Weiteren werden Zusatzmaterialien für die 45 am Projekt beteiligten Lehrkräfte sowie 60 Mit-arbeiterinnen und Mitarbeiter in der Schul-Administration entwickelt.


Guinea-Bissau
Einwohner 1,6 Mio. (Deutschland: 82,1 Mio.)
Lebenserwartung 49 Jahre (D: 80 Jahre)
Kindersterblichkeit* 193 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
Pro-Kopf-Einkommen 510 USD (D: 42.560 USD)
Alphabetisierungsrate** Frauen 62%, Männer 78%
Landesfläche 36.130 qkm (D: 357.030 qkm)
Hauptstadt Bissau
Landessprache Portugiesisch, Criolou
Religion Islam (50%), lokale Glaubensrichtungen (40%), Christentum
*pro 1.000 Lebendgeburten  **bei Jugendl. (15–24 Jahre)  Stand 2011

Das kleine Land an der Küste Westafrikas ist relativ flach gelegen – die höchste Erhebung von 300 Metern befindet sich im Landesinneren. Vor seiner Küste liegt das Bijagós-Archipel mit vielen, teils bewohnten Inseln. Im Osten des Festlandes findet man vorwiegend trockene Savanne, an der Küste hingegen tropischen Regenwald und Mangrovensümpfe. Wegen der flachen Topografie wirken sich die Gezeiten stark aus. Bei Flut stehen Teile des Küstenlandes bis hin zu den Flussufern im Landesinneren unter Wasser.  


Die ausführliche Länderstrategie für
Guinea-Bissau können Sie sich hier ansehen und herunterladen   -> Guinea-Bissau

Das Projekt wird im Plan-Programmgebiet Bafatá durchgeführt. Plan Deutschland unterstützt das Projekt mit umgerechnet etwa 780.000 EUR*.*(angewandter Durchschnitts-Wechselkurs: 1 USD = 0,7314 EUR)


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